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Donnerstag, den 28. Dezember 2006 um 15:23 Uhr |
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Alle Jahre wieder wird gestöhnt über
die Weihnachtshektik. Alle Jahre wieder hastet man, meist vergeblich, nach
Besinnlichkeit. Und wenn wir uns dann wieder einmal abgehetzt und gestresst in den
Heiligen Abend geflüchtet haben, und völlig geschafft in den Sessel fallen, was
dann? Ist dann etwa Weihnachten kaputt? Gehört die besinnliche Ruhe, jene
vorweihnachtliche Stimmung à la „sinnend geh ich durch die Gassen, still
erleuchtet jedes Haus…“, denn wirklich zum Weihnachtsfest?
Wie war das denn damals, als Jesus
auf die Welt kam? Da war nicht viel von romantischer Besinnlichkeit, kein „Leise
rieselt der Schnee…“Im Gegenteil, Hass lag in der Luft,
Militärkontrollen überall, hektische und unruhige Zeiten waren das. Jüdische
Terroristen standen gegen römische Besatzungstruppen. Die Straßen waren
unsicher, besonders nach Einbruch der Dunkelheit. Und Maria und Josef irgendwo
dazwischen; sie fanden keinen Raum in Bethlehem, mussten in einem
ungemütlichen, ganz und gar nicht besinnlichen Loch hausen – Hartz 4 und eine
Zentralheizung wären ihnen eine Wohltat gewesen.
Jesus wurde in eine arme und kaputte
Welt hineingeboren, in ärmliche Verhältnisse. Da war nichts von Romantik und
Tannenduft, kein friedlich verschneites Bergdorf. Auch der schmachtende Traum
des Schriftstellers Werner Bergengruen blieb unerfüllt: „Kindchen, ach,
wärst du doch im Kaschubenland geboren. Wir hätten aber…“
Nein, Gott lässt seinen einzigartigen
Sohn sehr einfach und sehr schlicht zur Welt kommen, für manch ein Gemüt
vielleicht ein wenig zu primitiv, dafür mitten hinein in unsere Nöte und Sorgen,
mitten hinein in unsere Unruhe und Hektik. So war das also gemeint mit der
Geburt des Gottessohnes. Er sollte hineinkommen in menschliche Probleme und
Schuld. Das war von Anfang an seine Sendung, seine große Mission.
Und da sollten wir etwa anfangen,
krampfhaft auf Besinnlichkeit zu machen? Heile Welt und gute Stimmung erzeugen?
Weihnachtslieder dudeln bis zum Abwinken? Sinnleere in Glühwein ertränken? Nein,
das kann nicht sein. Schließlich kam Jesus nicht in diese Welt, damit Menschen ihre
Probleme verniedlichen und schön reden? Das passt nicht zu
Jesus und das passt auch nicht zu Weihnachten. Die geweihte Nacht, das ist die
Zeit der Wahrheit; der Augenblick ehrlicher Analyse.
Unsere wahren Probleme, und die
unserer Mitmenschen, sind doch nicht die hektischen Vorweihnachtstage. Unser
Problem sind wir selbst. Wir tragen unsere Sorgen und Bitterkeiten mit uns
herum. Gerade die will Jesus uns abnehmen, will uns nahe kommen, damit es in unserem
Leben weihnachtlich hell werde. Dann haben wir auch guten Grund uns zu freuen
und zu feiern – ob besinnlich oder gestresst, das ist dann egal.
Joost Reinke
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Thesen zum Thema christliche Erziehung |
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Montag, den 05. Juni 2006 um 08:47 Uhr |
Thesen zum Thema christliche Erziehung
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Erziehung zur Dankbarkeit – in Epheser 5, 20 heißt es: „Saget Gott Dank allezeit für alles“. Dank gegenüber Gott und den Mitmenschen sehe ich als etwas sehr Wesentliches an. Kinder sollten zum Dankgebet ermuntert werden und Erwachsene sollten es ihnen vorleben.
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Erziehung zur Versöhnungsbereitschaft (die Bibel ist voll von Beispielen und Aufforderungen, sich zu versöhnen und einander zu vergeben) ist ein zentrales Lernfeld!
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In der Verlängerung dieser Linie liegt das Ziel einer Erziehung zum Frieden (Römer 12, 18: „Soviel an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden; unsere Gesinnung soll eine friedliche sein“).
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Darüber hinaus bietet eine christliche Erziehung Lebenssinn an. In der Bibel finden wir Antworten auf die Grundfragen des Lebens nach dem woher, dem wozu und dem wohin unseres Lebens. Der einzelne Mensch lernt im Hören auf Gottes Wort, sich als Gegenüber Gottes und als Solidarpartner seiner Mitmenschen zu begreifen.
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Christliche Erziehung wird bemüht sein, Kinder generell zu einem Leben in Verantwortung zu erziehen („Ehrfurcht vor Gott“). Auf diese Weise leistet christliche Erziehung einen wichtigen Beitrag zum Thema „Werte“ heute.
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Wer seine Bibel kennt, der kann Werte begründen und leben, der gewinnt auch die Fähigkeit, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Die Bibel hilft in ethischen Konfliktsituationen, z.B. bei den Fragen: Wann beginnt menschliches Leben? Wann endet es und wer darf es beenden? Wie gehen wir mit Schwächeren und Behinderten um? Wie mit Minderheiten in unserer Gesellschaft? In Bezug auf Ausländer stellt Gott z.B. schon im Alten Bund eindeutig klar: „Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und unterdrücken“ (2. Mose 22, 20).
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Christliche Erziehung wird auch immer wieder Grenzen setzen müssen, denn ein Leben ohne Grenzen tut keinem Menschen gut und endet im Chaos. Ein Kind, das permanent seine Grenzen überschreitet, ist nicht nur für sich selbst ein Problem. Hier gilt die alte Weisheit, dass gute Erziehung stets aus zwei Komponenten besteht: Man kombiniere viel Liebe mit einer guten Portion Strenge (Jesus Sirach 30,1: „Wer seinen Sohn lieb hat, der hält die Rute bereit“). Konsequenz und Liebe sind die Zutaten für eine christliche Erziehung.
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Beim Thema „christliche Erziehung“ könnten noch weitere Erziehungsziele genannt werden. So schließt die Achtung vor dem Leben die Achtung von Gottes Schöpfung mit ein; d.h. beispielsweise keine gedankenlose Verschwendung, Müll nicht einfach irgendwo entsorgen.
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Christliche Erziehung bedeutet aber auch: teilen lernen, freiwillig etwas von dem abgeben, was mir anvertraut wurde; bedeutet die Not anderer Menschen sehen lernen: „Jeder habe nicht nur seinen Vorteil im Auge, sondern auch den des anderen“ (Philipper 2, 4). Christliche Erziehung wird konstant gegen den menschlichen Grundzug des Egoismus anarbeiten.
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Christliche Erziehung wird bemüht sein, eine Kultur des Lobes und der Ermutigung zu entwickeln: In der Bibel werden wir des öfteren aufgefordert, einander Gutes zu sagen, einander zu loben, nicht mit Anerkennung zu geizen.
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Eine christliche Erziehung wird sich so weit wie möglich an Christus orientieren; konkret an dem, was Jesus lebte und lehrte und was wir davon in der Bibel aufgeschrieben finden. Erziehung generell soll und will auf das Leben vorbereiten – dein und mein Leben und das Leben unserer Kinder soll gelingen. Erziehung soll uns für das Leben fit machen. Christliche Erziehung im Speziellen wird im Blick behalten, dass wir ein Segen für diese Welt sein sollen, eine Wohltat für unsere Mitmenschen, dass wir eben nicht uns selber leben, sondern Gott.
- Natürlich ist und bleibt jede Erziehung mit Mängeln behaftet. Jeder Vater, jede Mutter macht Fehler in der Erziehung ihrer Kinder. Jeder von uns ist fehlerhaft, bleibt lebenslang ein Sünder und braucht immer wieder Vergebung. Diese Erkenntnis kann uns demütig machen. Deshalb hier folgende Fragen zur Selbstprüfung: Wie gehe ich mit meinen Schwächen und meinem Versagen um? Registriere ich das überhaupt? Und kann ich mir, und auch anderen, das eingestehen? Kann ich sagen: Es tut mir leid, ich habe mich nicht richtig verhalten?! Oder gehe ich über eigenes Versagen großzügig hinweg und tue so, als wenn nichts passiert wäre? Was lebe ich meinen Kindern vor? Wie gehe ich mit meinen Defiziten und Grenzen um?
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. August 2006 um 17:15 Uhr |
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Geschrieben von: Timo Ströhlein
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Dienstag, den 26. April 2005 um 21:00 Uhr |
Auf diesen Beitrag von Zygmunt Karel bezog sich Joost Reinke bei der Rede zu seiner
Einführung.
Die Rolle und Aufgabe des Pastors hat seit der ersten Christenheit
einen Prozess durchlaufen. Die frühe Kirche wusste sehr gut, wie sie
sich selbst organisieren sollte, um ihre wesentlichen Aufgaben zu
erfüllen: für die geistliche Reifung der Gläubigen zu sorgen, und
außerdem die Mentalität und die geistliche Situation der ganzen
Gesellschaft zu verändern, also Nationen zu Jüngern zu machen.
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. August 2006 um 14:04 Uhr |
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Die Gemeinde als ein Ort der Zuflucht |
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Geschrieben von: Timo Ströhlein
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Dienstag, den 26. April 2005 um 20:27 Uhr |
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Joost Reinkes Antrittsrede in Passagen
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. August 2006 um 15:24 Uhr |
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