Unsere Gemeinde feierte jetzt einen Gottesdienst 2.0 – also Gottesdienst mal anders. Geht man von der Resonanz der Teilnehmer aus, kann die Veranstaltung als erfolgreich bezeichnet werden.

Vorteile eines Nachmittags-Gottesdienstes

Was war anders als sonst? Der Gottesdienst begann erst um 17 Uhr und reichte dann bis in den frühen Abend hinein. Nutznießer einer späten Anfangszeit sind vor allem Familien, die in der Mitte des Lebens stehen und vielleicht mal gerne ausschlafen und anschließlich entspannt das Frühstück genießen wollen. Um anschließend den Tag zu verplanen und am spätnachmittaglichen Gottesdienst dann allmählich das Wochenende ausklingen zu lassen und sich auf die neue Woche zu fokussieren. Der sieben Stunden spätere Beginn kommt auch den Jugendlichen entgegen, die möglicherweise am Abend davor im Bermuda-Dreieck verloren gingen und am Sonntag Vormittag ein wenig länger brauchen, damit der Tag auch in den Synapsen ankommt. Kurz zusammen gefasst: Junge Leute und Familien profitieren von der Anfangszeit am späten Nachmittag – konsequenterweise sah man auch weniger Senioren als sonst im Kirchenschiff. Im hohen Alter fällt es aber auch schwerer, sich auf was Neues einzulassen.

Viele halboffene Kreise

  • Gespanntes Warten darauf, was kommt.
Eine konsequent geänderte Sitzordung war ein weiteres neues Element des Gottesdienstes. Die starre Platzierung der Stühle in Reihen wurde aufgelöst, stattdessen waren nach vorne offene Kreise formiert. Diese Form „zwang“ zumindest die gegenüber sitzenden Teilnehmer, sich gegenseitig in die Augen zu schauen, gleichzeit konnte der Blick aber auch nach vorne aufs Podest gerichtet werden, wo einiges passierte. In jedem dieser halboffenen Kreise stand ein Tischchen, das mit Strandmotiven dekoriert war. Auch Postkarten mit Urlaubsmotiven verwiesen auf das Motto „geSTRANDet“, das sich Pastor Alexander Zeeb zum Thema seiner Predigt gemacht hatte. So erhielten die Kreise während des Gottesdienstes die Gelegenheit, sich über das Thema zu unterhalten, wobei die Postkartenmotive dazu animieren sollten, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Leitmotive „Strand“ und „geStrandet“ machte Hanna Tielmann durch einen humorvoll-ironischen Sketch deutlich, der vor allem die Lachmuskeln der Kinder reizte, weil die Darstellerin die mit Sonnenöl und Maniküre ausgestettete Touristin im Liegestuhl sehr markant darstellte. Biblisch basierte Alexander Zeebs Vortrag in der Geschichte von Jona, der den Auftrag Gottes missachtet und nicht nach Ninive geht, um den boshaften Bewohnern ein Strafgericht anzudrohen. Sein Schiff gerät in Seenot und die Seeleute werfen Jona ins Meer, wo er von einem riesigen Fisch verschlungen und ans Ufer ausgespieen wird. Darum ging es: Um den gestrandeten Menschen, der in Schwierigkeiten gerät, weil er den falschen Weg eingeschlagen hat.

Schwungvolle Musik von der Gemeindeband

Die um einige neue Mitglieder erweiterte Gemeindeband spielte schwungvoll auf und animierte das Publikum zum Mitsingen – was auch bei einem Teil gelang. Danach gab es im Foyer gegrillte Würstchen und köstlichen Salat, den man beim Smalltalk verzehrte.

Nicht alle Bestandteile eines „Godi 2.0“ waren komplett neu. Der Grund: Solche Elemente wie die stärkere Beteiligung des Publikums oder die Auflösung einer starren Gottesdienstabfolge,  in anderen Kirchen als Erfindung gefeiert, werden bei uns längst praktiziert. Aber alles zusammen kam gut an, einige forderten eine Wiederholung, und die soll es demnächst auch geben.

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