Suche Frieden und jage ihm nach! Psalm 34,15

 

Wann hast du etwas sehr intensiv gesucht? Dich deswegen auf den Weg gemacht, eine Strecke zurückgelaufen, dich beeilt und gehofft das Gesuchte zu finden? Um eine Suchaktion, um ein intensives Bemühen, um ein Nachjagen geht es in der Jahreslosung 2019, die uns als ein Leitmotiv das ganze Jahr begleiten sollte.

Frieden. Nach diesem Bibelvers ist Frieden nicht etwas, was über uns kommt, während wir passiv darauf warten. Frieden ist kein Zufallsprodukt. Wir sollten nicht nur danach Ausschau halten, sondern danach suchen, uns auf den Weg machen, ja ihm nachjagen.

Wie oft passiert es, dass in Konfliktsituationen Menschen gerade umgekehrt die abwartende Haltung annehmen? Wie oft gibt es die Erwartung, dass jemand anders den ersten Schritt machen sollte? Ich? Nein! Die oder der soll zuerst kommen!

Ja, wir müssen dann über unseren eigenen Schatten springen. Unseren Stolz ablegen. Bereit sein zu vergeben und einen Neuanfang zu wagen. Wir müssen uns darum bemühen und alles tun, damit es wieder Frieden geben kann.

Menschen, die diese Mühe nicht scheuen, werden von Jesus Christus besonders geadelt: „Glückselig sind die, die Frieden stiften. Denn sie werden Kinder Gottes heißen.“ (Matthäus 5,9) Jesus beglückwünscht die, die sich für den Frieden einsetzen. Dabei sind nicht nur ganz große Konflikte und besondere Menschen auf der Weltbühne gemeint, sondern du und ich. Dein Ehepartner, deine Eltern und Kinder, deine Nachbarn und Arbeitskollegen, Mitschüler und Kommilitonen.  Jemand, der sich an der Kasse im Supermarkt vordrängt oder es im Straßenverkehr sehr eilig hat. Auch da kannst du zuvorkommend sein. Anderen entgegenkommen, die Hand reichen und das klärende Gespräch suchen.

Wenn in der Bibel von Frieden geredet wird, dann geht es fast immer um den Frieden mit uns selbst, den Frieden mit unserer Umwelt und vor allem um den Frieden mit Gott.

Den Frieden suchen, kann bedeuten, mit sich selbst milde zu sein. Sich mit eigenem Versagen und Scheitern, den persönlichen Niederlagen und unerfüllten Erwartungen zu versöhnen. Manche Menschen gehen am härtesten mit sich selbst ins Gericht.

Jesus sagt: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36)

Weil Gott barmherzig ist, können wir Frieden erfahren. Im Glauben, dass Gott dich liebt, kannst du die Vergebung deiner Schuld erleben. In Jesus kommt Gott uns entgegen und bietet uns die Vergebung und Frieden an (Römer 5,1).

 

Und Gott schenkt uns den Mut, Friedensstifter zu sein. Er gibt uns die Kraft im Hier und Jetzt das Gute zu suchen, für die Schwachen in der Gesellschaft einzutreten und dem Frieden nachzujagen.

 

Alexander Zeeb

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