Unser Winterspielplatz

Winterspielplatz 2015 in der Christuskirche.

Ab 6. November bietet unsere Kirche an der Ecke Westring/Manteuffelstraße wieder einen Winterspielplatz mit Programm an. Interessierte Eltern können ihre Kinder dort hinbringen. Weitere aktuelle Informationen folgen in Kürze.

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Unten: Artikel aus dem Archiv (Januar 2015)

„Wann ist denn wieder dieser Spielplatz?“ So fragte mich eine alleinerziehende Mutter, die ich im September in der Stadt traf und die im Frühjahr regelmäßig mit ihrem Sohn (zwei Jahre) zum Winterspielplatz kam (und danach auch zum Hoffest und Frauenfrühstück).

Sie berichtete auch, dass ihr Sohn sich in seinem Kindergarten nicht wohlfühlt und oft beim Abschied weint. Sie meinte noch: „Warum habt ihr eigentlich keinen Kindergarten? Dann würde ich meinen Sohn zu euch bringen. Ihr seid so anders: freundlich, herzlich und offen!“

Was war?
Der Winterspielplatz (WSP): Wir haben von Januar bis April 2014 vierzehnmal den Gottesdienstraum ausgeräumt und mit Spielgeräten und Fahrzeugen gefüllt. Zudem gab es im Foyer ein Café mit Getränken und Gebäck. Auf der Bühne standen zwei Tische, an denen gebastelt und gemalt werden konnte. Jeden Donnerstagnachmittag füllten zwischen 10 und 46 Kinder mit ihren Eltern unseren Gottesdienstraum mit viel Lebendigkeit, Lachen, Rennen, Reden und Freude.

Was blieb?
Im März haben wir einen Fragebogen an die Eltern verteilt, um von ihnen Ideen und Wünsche an den WSP zu erfahren. In den Antworten der 20 ausgefüllten Bögen wurde deutlich, dass die Besucher sehr zufrieden mit und dankbar für den WSP waren. Die beste Werbung für den WSP war eine persönliche Einladung durch eine Freundin. Die meisten Besucher waren: Mütter mit einem 2-jährigen Kind. Die Familien kamen aus der Nachbarschaft, aber auch mit dem Omnibus aus Wanne. Die Menge und Auswahl der Spielgeräte waren gut. Am beliebtesten waren die Hüpfburg, die Rutschen und die Autos. Das Bastelangebot war jede Woche neu und wurde v.a. von den älteren Kindern (ab 3 Jahre) genutzt. Viele Mütter mit kleineren Kindern (1 Jahr oder jünger) waren auch gerne im Leseraum, der kleiner und ruhiger war. Das Angebot an Kuchen, Waffeln, Muffins und Getränken war super!
In allen Fragebögen wurde die Dankbarkeit und Freude über den WSP deutlich. Diese Atmosphäre prägte auch die Nachmittage: Die Eltern waren dankbar, dass ihre Kinder in einem warmen Raum mit Teppichboden viel Platz zum Toben und Spielen haben. Die Kinder begegneten Gleichaltrigen und wuselten durcheinander. Ich konnte auch beobachten, dass die Eltern leicht miteinander ins Gespräch kamen. Es gab auch ein paar offene und persönliche Gespräche mit uns Mitarbeitern.

DANKE!
„Danke, dass es euch gibt!“ – „Alle sind sehr freundlich, das ist toll! Man fühlt sich sehr willkommen!“ – „Danke, dass wir kommen durften!“ – „Euer Angebot ist wirklich toll und es hat Spaß gemacht!“ – „Es hat mir sehr gefallen – weiter so!“ – „Der WSP ist perfekt!“
Mit diesem Lob endeten viele Fragebögen und ich möchte das an alle weitergeben, die zum Gelingen des WSP beigetragen haben: beim Auf- und Abbau, im Café, am Basteltisch, im Leseraum, beim Kuchenbacken, im Gebet, auf der Spielfläche, beim Flyer weitergegeben. Ich bin erfreut, dass die Eltern diese (für mich) einfachen Umstände zu schätzen wissen: Wärme, Gemeinschaft und Freiwilligkeit. Ich finde, wir bieten nichts Außergewöhnliches und Exklusives an. Aber wir öffnen unsere Gemeindetüren und Herzen für alle Familien in unserer Stadt. Wir haben in unserem Gemeindehaus viel Platz, der in den kleinen Wohnungen oft fehlt. Unsere Möglichkeiten als Gemeinde und der Bedarf von Familien mit kleinen Kindern decken sich. Viele Mütter waren beeindruckt, dass wir jede Woche den Raum umbauen und dass so viele Mitarbeiter sich investieren. Sie haben die Gemeinde sehr offen und positiv erlebt und ließen sich teilweise auch zum Hoffest oder Frauenfrühstück einladen.
Manche Eltern hatten sogar den Wunsch, dass die Gemeinde weitere Angebote präsentiert: z.B. Puppentheater, Ausflüge oder Mutter-Kind-Turnen. Sie haben die gemeinsame Zeit und das Miteinander genossen. Weitere Ideen waren: gemeinsam singen oder ein Spiel für viele Kinder anbieten.

Wie geht es weiter?
Auf Wunsch der Eltern haben wir schon im nasskalten November mit dem 2. WSP begonnen. Und die vier Termine wurden gerne genutzt. Am 28. November waren sogar 50 Kinder mit ein oder zwei Elternteilen da! Wir sahen deutlich mehr Väter als im Frühjahr (vielleicht, weil sie freitags nicht so lange arbeiten müssen).
Nach der Weihnachtspause geht es am 9. Januar 2015 weiter: jeden Freitag von 15:30 – 18:00 Uhr. Wir haben den Wochentag gewechselt, so dass die älteren Geschwister- oder Mitarbeiterkinder parallel zu JuKi gehen können. Um alle Mitarbeiter zu entlasten, gibt es zwei Teams, die sich alle zwei Wochen abwechseln. Vielen Dank, dass jetzt so viele zuverlässige Mitarbeiter dabei sind, dass wir das so machen können.
Wir haben den Wunsch nach gemeinsamen Liedern aufgenommen und singen ein bis drei einfache Bewegungslieder mit den Kindern und Eltern. Die Zeit ist eine große Bereicherung. Das Singen wird so positiv aufgenommen, dass wir es vielleicht noch erweitern werden.
Neu ist unser Bällehaus! Schön, dass wir noch Geld aus den Spenden hatten und diese große Anschaffung machen konnten – eine echte Bereicherung.
Annegret Muchalla
(für das Team vom Winterspielplatz)

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